Biegen – kein alter Hut

Ließen sich Türen ohne Scharniere öffnen und schließen? Wie sähen Apothekerschubladen ohne Böden aus? Und wie stünde ein Computer ohne sein Gehäuse da? Diese Fragen müsste man beantworten, wenn es keine Biegeteile gäbe. Biegeteile begegnen uns im Alltag auf Schritt und Tritt - meist ohne dass wir ihnen viel Beachtung schenken.

Biegen sieht einfach aus: Nahezu geräuschlos bewegt sich der tonnenschwere Pressbalken auf das Blech zu und biegt es sekundenschnell zu einer dreidimensionalen Form. Doch dieser erste Eindruck täuscht. Biegen ist noch immer ein äußerst komplexes Fertigungsverfahren, das Konstrukteure, Programmierer und Bediener gleichermaßen fordert. Biegen ist zwar ein althergebrachtes Verfahren, aber keinesfalls ein alter Hut.