Laserschweißen – Bleche mit Licht verbinden

Typische Aufgabe: Laserschweißen eines Getriebeteils
Typische Aufgabe: Laserschweißen eines Getriebeteils

Ein Blechteil kommt selten allein. Fast immer wird es erst in Verbindung mit anderen Teilen zum Bauteil, das seine Funktion erfüllen kann. Und selbst wenn es nur aus einem Teil besteht, enthält es oft Stellen, an denen gefügt werden muss. Gehäuse oder Behälter werden beispielsweise an den Kanten verbunden. Dabei zeigt sich die Vielfalt des Werkstoffs Blech noch von einer ganz anderen Seite: Aufgrund der vielen verschiedenen Materialdicken und -arten stehen viele verschiedene Fügeverfahren zur Auswahl. Darunter befinden sich alte Bekannte wie das Schrauben oder das Nieten und konventionelle Schweißverfahren wie MIG- und MAG-Schweißen. Dazu gehört aber auch das vergleichsweise junge Laserschweißen.

Automatisiert schweißen mit dem Laserstrahl
Automatisiert schweißen mit dem Laserstrahl

Laserschweißen stiess erst in den 1970er Jahren zur Familie der Fügeverfahren. Der Laser ist sehr flexibel einsetzbar: Mit ihm lassen sich feine Schweißpunkte von einem Millimeter Durchmesser ebenso wie meterlange tiefgeschweißte Nähte fertigen. Dabei entstehen sehr schlanke Nahtgeometrien mit einem großen Tiefe-Breite-Verhältnis. Der Verzug ist minimal. Ein weiterer Vorteil: Der Laser schweißt enorm schnell. Auf Laserschweißnähte und -schweißpunkte trifft man daher an ganz verschiedenen Stellen: in Kreuzfahrtschiffen, ICE-Zügen, Getriebeteilen von Pkw und Lkw, Airbaghülsen, Herzschrittmachern, elektronischen Bauteilen, Fernsehbildröhren, und, und, und.

Laserschweißen – Bleche mit Licht verbinden