Was macht der Laserstrahl mit dem Material?
Zum Schneiden wird der Laserstrahl fokussiert. Seine ganze Leistung bündelt sich dann auf einen Punkt, dessen Durchmesser meist weniger als einen halben Millimeter beträgt. Wo der fokussierte Strahl auf das Werkstück trifft, beginnt das Metall sofort zu schmelzen. Teilweise verbrennt oder verdampft es sogar. Nach kurzer Zeit durchdringt der Laserstrahl das Material vollständig. Nach dem Einstechen beginnt das eigentliche Schneiden. Der Laserstrahl bewegt sich entlang der Teilekontur und schmilzt das Material fortlaufend auf. Metallschmelze und -schlacke werden nach unten ausgeblasen. Dadurch entsteht ein enger Schnittspalt, der kaum breiter ist als der fokussierte Laserstrahl selbst.
Beim Schneiden bearbeitet der Laserstrahl das Blech Kontur für Kontur. Ausschnitte im Teil werden dabei immer vor der Außenkontur geschnitten. Die Bearbeitung jeder Kontur beginnt mit dem Einstechen. Der Einstechpunkt liegt in der Regel etwas von der Kontur entfernt im Restgitter. In dickeren Blechen wird beim Einstechen Material nach oben ausgeworfen und das Einstechloch ist breiter als der spätere Schnittspalt. Nach dem Einstechen schneidet der Laserstrahl zunächst bis an die Kontur heran und beginnt erst dann, die eigentliche Kontur zu bearbeiten.
Um Metallschmelze und -schlacke aus dem Schnittspalt zu blasen, benötigt man ein Schneidgas, das unter Druck in den Schnittspalt geleitet wird. Gasart und Gasdruck haben einen großen Einfluss auf den Schneidvorgang und das Schneidergebnis.
